PR-Blogger Klaus Eck hat gestern in einem lesenswerten Post auf eine interessante Studie verwiesen, deren Ziel es war, unterschiedliche Twitter-Typen zu identifizieren. Die meisten Follower haben im Schnitt die kommerziellen Twitterati, sowohl die “Promoter” (einseitige, werbliche Kommunikation), als auch die “Credible Companies” (auch nicht-werbliche Aussagen zu einem Thema).
Wie aber sieht es bei den Kultureinrichtungen aus? Auch hier überwiegen die Promoter (”noch Restkarten für heute Abend erhältlich!”), nur wenige suchen darüber hinaus eine echte Kommunikation mit dem Publikum. [Mehr lesen →]
Es ist eigentlich kaum zu glauben – ausgerechnet im Kulturjahr Ruhr.2010 wird wieder heftig über Kürzungen von Kultursubventionen debattiert. Ein Prozess, den wir bei VioWorld hautnah miterleben. In Wuppertal denkt man offen über Theaterschließungen nach, das Kölner Gürzenich-Orchester bekommt einen Ausgabenstopp verordnet, in Duisburg ist das Kulturzentrum HundertMeister gefährdet, auch das einzige kommunale Kino soll bald dicht machen.
Pessimistischen Schätzungen zufolge soll die Wirtschaftskrise erst 2011 voll auf die Kulturbranche durchschlagen. Grund, das Tafelsilber zu verscherbeln? Was kann getan werden, damit alle Beteiligten die einzigartige Orchester- und Theaterlandschaft im deutschsprachigen Raum endlich als Potential begreifen und nicht als finanzielle Last? Was können die Institutionen tun, was das Publikum, was möglicherweise die Wirtschaft – und sei es nur um einen Standortvorteil zu sichern?
Ich möchte mir nochmal anschauen, was der Intendant des Essener Aalto-Theaters Stefan Soltesz in seinem offenen Brief an die Kommunalpolitik schreibt. [Mehr lesen →]
Das erste, womit das Musikerportal VioWorld vor zehn Jahren bekannt wurde, war sein Instrumentenmarkt. Dieser ist auch heute noch einer der zentralen Bereiche, vor allem im Bereich der Streichinstrumente. Höchste Zeit also, um einen den anspruchsvollsten und vielseitigsten Berufe vorzustellen – den des Geigenbauers. Jens Peter Schade aus Halle (Saale) stand uns Rede und Antwort:
Wann stand für Sie fest, dass Sie Geigenbauer werden? Relativ zeitig. Mein Vater, Joachim Schade, führte seit 1958 eine traditionsbehaftete Geigenbauwerkstatt in Halle (Saale) und lebte meinem Bruder Sebastian und mir diesen Beruf vor. Einer meiner ersten “ Spielplätze “ war quasi unter der Werkbank. Von daher wurde mein Interesse für Streichinstrumente früh geweckt. Gleich nach meinem Schulabschluss machte ich eine Ausbildung in diesem Betrieb und übernahm schließlich 1984 das Atelier.
Aus welchen Gründen haben Sie damals den Beruf ergriffen und was lieben Sie heute besonders an Ihrer Arbeit?