guckte nach Venedig zur Biennale. Nur halb Europa war am Sonntag bei der Wahl, das europäische Parlament setzt sich also in der kommenden Legislaturperiode so zusammen – wenn man mal sehr erhellend wie auf dem Blogwürdig Blog geschehen, die Mehrzahl der NichtwählerInnen mitberücksichtigt.
Die Piratenpartei, gegründet von der Pirate Bay “Bewegung” – kann man das jetzt so sagen? - hat es übrigens tatsächlich geschafft, einen Sitz in Brüssel zu ergattern.
Alles Theater
Ob diese Wahl nun einmal mehr die Analogien von Politikern und Schauspielern bzw. vom Politgeschäft und dem Theater aufzeigt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass mit dem Spielzeitende der Ausblick auf die neue Saison in den Mittelpunkt rückt. Und wie in der Bundesliga die Trainer werden hier die Intendanten gewechselt oder gehen zu neuen Aufgaben. Elisabeth Schweeger hört in Frankfurt auf, Ulrich Khuon wechselt ans DT nach Berlin und an den Münchner Kammerspielen ist gerade Julia Lochte Interimsintendantin (Johan Simons soll der neue werden). Das ist bemerkenswert, da es sowohl auf den Regie- als auch auf den Intendantenstühlen immer noch sehr wenige Frauen gibt. Man darf also gespannt sein, was hier weiter passiert (dass in manchen Fällen ein absoluter Premierenwahnsinn rauskommt kommentiert Christopher Schmidt in der SZ).
Tipp fürs Wochenende
Ganz aktuell, wie auch heute schon gepostet – Unterstützung fürs Young.Euro.Classic wird gesucht. 2000 mal 30 – das dürfte doch zu schaffen sein, oder?!
Wie zu befürchten war, schlägt die Wirtschaftskrise mit einiger Verspätung auch auf die Kulturbranche durch. Aktuelles Beispiel: das renommierte und vermeintlich fest etablierte Festival Young.Euro.Classic steht kurz vor dem Aus. Helfen kann jeder mit €30 und ein bisschen Networking, um die Finanzierung (zumindest vorübergehend) zu sichern. “2000 mal 30″ lautet die Rettungskampagne für das größte internationale Jugendorchester-Treffen, weitere Infos hier. Die Finanzlücke von 60.000 Euro ist dadurch entstanden, dass mehrere mündliche Sponsoring-Zusagen zurückgezogen wurden und BMW als langjähriger Hauptpartner sein Engagement massiv reduziert hat.
A funny conversation took place on Twitter this week between MMmusing, Brian Robison,Bobopera and Nightafternight: citing mostly the movie “The Competition” (1980) they discussed mainly which artist/actor is doing the better job in faking piano play. Some statements:
MMmusing: “Irving fakes better than Dreyfuss. Both are betrayed mostly by shoulders. Dreyfuss often looks like he’s on a rowing machine.”
Nightafternight: “..and when Dreyfus snaps at conductor re: Prokofiev 3, “the one with castanets—you just played it with Ashkenazy!”
Heute geht es um Pirx. Wohlgemerkt, nicht um den von Stanislaw Lem erdachten Weltraumpiloten, sondern um zwei Musiker aus Köln. Ein Gitarrist und eine Laptop-Musikerin versuchen sich an der Vereinigung von Free-Jazz, Ambient und Neuer Musik. Das Ergebnis: wohlkalkulierte Missklänge gemischt mit warmen Klangteppichen. Aber was rede ich da – einfach anhören!