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Mittwochs-Tipp: Stradivari-Ausstellung im Wallraf

30. September 2009 von Hagen Kohn · Keine Kommentare · Kultur und Medien

Quelle: Pixelio

Quelle: segovax/Pixelio

Ihre Haut schimmert golden, ihre Form ist perfekt, ihr Klang einzigartig und ihr Preis nahezu unbezahlbar – Stradivari, die Königin der Streichinstrumente. Im kommenden Frühjahr steht die sagenumwobene Legende im Mittelpunkt einer einzigartigen Ausstellung. Unter dem klangvollen Titel Stradivari – Mythos und Musik zeigt das Kölner Wallraf-Richartz-Museum mehr als fünfzig Original-Instrumente aus der Hand des italienischen Geigenbaumeisters.

Noch nie waren so viele von Antonio Stradivari (ca. 1644 – 1737) gefertigte Violinen, Bratschen und Celli in einer Ausstellung vereint. Dieser kostbare Schatz ist weltweit exklusiv und „nur“ für 17 Tage vom 5. bis zum 21. März 2010 in Kölns ältestem Museum zu Gast. Parallel zur Ausstellung findet eine Konzertreihe statt, bei der bedeutende Solisten wie Heinrich Schiff, Isabelle Faust oder Valeriy Sokolov im Museum auftreten und auf ihren Stradivaris spielen. Der Ticketverkauf für die Ausstellung und die neun Konzerte startet am 1. Oktober um 0.00 Uhr auf www.wallraf.museum/stradivari.

Für die Sonderschau hat Gastkurator Jost Thöne mit Unterstützung des Londoner Stradivari-Experten Florian Leonhard vor allem Exponate zusammengetragen, die aus privaten Sammlungen stammen und kaum öffentlich zu sehen sind. Weitere Leihgaben kommen von internationalen Museen, hochrangigen Stiftungen und berühmten Musikern. „Wir sind sehr glücklich, dieses auch für uns ungewöhnliche Ausstellungsprojekt realisieren zu können“, freut sich Direktor Andreas Blühm. Es schließe sich hierbei ein Kreis, denn auch Museumsgründer Ferdinand Franz Wallraf habe Musikinstrumente aller Art gesammelt.

Antonio Stradivari galt schon zu Lebzeiten als Genius seines Faches. Zu seinen zahlreichen Kunden zählten die berühmtesten Musiker, Fürsten und Könige und selbst der Papst. Heutzutage existieren weltweit noch rund 600 „Strads“, wie die Instrumente von Liebhabern genannt werden. Zu den bekanntesten Stradivari-geigern gehören unerreichte Meister wie Nicolo Paganini und Yehudi Menuhin, zeitgenössische Künstler à la Gidon Kremer und Anne Sophie Mutter als auch populäre Musiker wie Nigel Kennedy, David Garret und André Rieu.

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