Als Kulturportal beschäftigt uns naturgemäß die Frage, welche neuen Möglichkeiten das Internet für Musiker und andere Kulturschaffende bietet. Obwohl wir uns bemühen, auch die Risiken und Nebenwirkungen im Blick zu behalten, so hat uns doch der aktuelle Feuilleton-Aufmacher der ZEIT sehr irritiert. Adam Soboscynski fürchtet darin das Aussterben des Intellektuellen, der “aus der Mehrheitsdemokratie geistesaristokratisch herausragt”, nun aber von der Banalität des www hinweggefegt zu werden drohe.
Die wichtigste Personalie der Woche ist sicherlich, dass der amtierende Chef der Zürcher Oper Alexander Pereira nächster Intendant der Salzburger Festspiele wird, was in der Presse für wenig Überraschung sorgte. Einigkeit herrschte über die Peinlichkeit des deutschen Beitrags zum Eurovision Song Contest (Platz 20). Nicht einmal Stefan Raab hat Lust, jetzt noch für die ARD in die Bresche zu springen. Die Welt fragt sich, wie deutsch eigentlich Tarantinos Festivalbeitrag ist, allerorten feiert man den 150. Geburtstag des Sherlock Holmes Vaters Arthur Conan Doyle.
Zuletzt noch ein Wochenend-Tipp für alle Berliner: zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik singt morgen der Tenor und Shooting Star Jonas Kaufmann unter Daniel Barenboim das Finale aus Beethovens neunter Symphonie. Natürlich am Brandenburger Tor.
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