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Buch-Tipp: Oliver Sacks “Der einarmige Pianist”

06. May 2009 von Hagen Kohn · Keine Kommentare · Kultur und Medien

musicophiliaDie Columbia University ernannte ihn zum ersten “Künstler” der Neurologischen Fakultät. Oliver Sacks ist sowohl  Mitglied der Gesellschaft für Neurowissenschaften sowie des Schriftstellerverbandes PEN. Der schreibende Hirnforscher, der bereits in den achtziger Jahren mit “Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte” einen Bestseller landete, hat kürzlich mit “Der einarmige Pianist” (englisch “Musicophilia“) ein weiteres wissenschaftlich-belletristisches Meisterwerk veröffentlicht, diesmal über die erstaunliche Wirkung von Musik auf das menschliche Gehirn.

Hier aber zunächst ein Beispiel aus der Tierwelt:



Oliver Sacks ist berühmt für seine brillanten Geschichten, die uns tief in die Welt des menschlichen Geistes und Gehirns führen und unser Verständnis des menschlichen Wesens erweitert haben und dies mit seiner einzigartigen Mischung aus empathischer Erzählkunst, wissenschaftlicher Gelehrsamkeit und dem Blick für das Kuriose. In seinem neuesten Buch erzählt Sacks von Menschen, die nach einer Hirnverletzung ihre Musikalität verlieren, und von anderen, die durch eine solche Verletzung erst Musikalität entwickeln, ja von Musik geradezu besessen sind. Sacks erweist sich wieder als Meister der Menschenbeschreibung und entdeckt an scheinbaren Defekten die besonderen Qualitäten der Menschen wie beim einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein, für den die großen Komponisten Benjamin Britten, Paul Hindemith, Richard Strauss und Maurice Ravel eigens Stücke für die linke Hand schrieben.

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